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Ligaerhalt an der Schlussrunde gesichert

Montag, 19. Oktober 2009, 17:05 Uhr

 

Mit zwei Mannschaftssiegen in Zürich gegen Wollishofen und Bodan haben wir den Verbleib in der NLA sichergestellt. Der 5-3 Sieg gegen Wollishofen war überzeugend, allerdings profitierten wir auch von der Abwesenheit von Michael Prusikin, welcher in der Bundesliga im Einsatz stand. Zu Siegen kamen A. Jussupow, O. Sutter und A. Huss. Ich erkämpfte mir ein Remis gegen Fabian Mäser. In einer Nebenvariante im Najdorf (Sizilianisch) kannte sich mich Gegner deutlich besser aus. Ich fand seine Idee eher als zweifelhaft, doch je länger die Partie dauerte, musste ich anerkennen, dass der Plan nicht ohne Gift war. Ich behandelte die Stellung eigentlich lange richtig, aber griff mit Kh7 völlig fehl. Mäser spielte daraufhin korrekt und agressiv (die Stellung verlangte es auch) weiter. Uns lief langsam die Zeit davon in einer komplizierten Stellung. Mir war klar, dass der Computer meine Stellung total auseinander rupfen würde, aber am Brett ist nun mal alles schwieriger und somit würde ich auch nicht sagen, dass es nur Glück war, dass Mäser fehlgriff. Er spielte kreativ unterschätzte aber ein Damenopfer (Diagramm). Er war schlussendlich nicht mehr glücklich mit der Dame und wickelte stattdessen in ein leichtbesseres Endspiel ab. Dort verteidigte ich aber sehr sicher und das Turmendspiel war für ihn schlicht nicht mehr zu gewinnen.

Das  Aufeinandertreffen im Abstiegskampf zwischen Mendrisio und Genf ging an die Westschweizer. Vor der letzten Runde war also bereits klar, dass Mendrisio absteigen würde, falls Genf und wir punkten.

Gegen Bodan unterlief mir ein Fehler, den ich wohl nicht so schnell vergessen kann wie ich sollte. Nach 15. Züge stellte ich eine ganze Figur ein. Ich hätte das wohl bei jedem anderen Brett beim vorbeilaufen erkannt. Ich hatte keine Lust mit einem Springer weniger zu spielen und opferte lieber gleich den ganzen Turm und bekam immerhin zwei Bauern und ein wenig Spiel. Mein Gegner (Andre Fischer) machte daraufhin zwei ungenaue und plötzlich war die Stellung gar nicht mehr so klar. Rybka gibt zeitweise gerade noch -1, obwohl ein ganzer Turm fehlt. Allerdings hat mein Gegner den Sieg nicht mehr aus der Hand gegeben und fand die entscheidenden Züge. Ich verlor die Partie nach meinem Patzer natürlich, allerdings musste ich erst als zweitletzer aufgeben und unser Ligaerhalt war zu diesem Zeitpunkt bereits gesichert. Zu Siegen kamen nämlich erneut A. Jussupow und O. Sutter. Ebenfalls gewonnen haben M. Ballmann und K. Nuri.

Der eigentliche Abstiegskampf wurde aber zwischen Genf und Mendrisio entschieden. Genf und Riehen machten die Sache allerdings schon früh zum Ärger der Tessiner klar. Vier oder fünf Partien waren bereits Remis ausgegangen, als die Genfer den Basler ein 4:4 anboten. Riehen nahm dieses Angebot an und so nutzte Mendrisio der klare Sieg gegen Lausanne genau nichts. Für mich ist der Abstieg von  Mendrisio ein klarer Verlust für die Liga und ich persönlich hätte mir lieber gewünscht, dass alles ausgespielt worden wäre. Aber natürlich kann man den anderen Mannschaften nicht verbieten sich auf ein Unentschieden zu einigen. Falls Mendrisio aber das Hauptgerüst der Spieler weiter behalten kann, sollte der Wiederaufstieg nur eine Formsache sein.

Das Meisterrennen wurde schlussendlich souverän von der SG Zürich entschieden, welche sich gegen Reichenstein durchsetzte. Somit konnte der Rekordmeister das Jubiläumsjahr mit einem weitern Highlight abschliessen.

 


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